Ich bin in Stuttgart aufgewachsen — Europäerin im Herzen, mit tschechischen und britischen Wurzeln.
Joanna Amor Psychodynamischer Coach (DBVC & IOBC) · Organisationsentwicklerin (M.A.) · Expertin für Resilienz und gesunde ZusammenarbeitIch schaue auf Themen aus mehreren Disziplinen gleichzeitig — Design, Psychodynamik, Organisationsentwicklung und über fünfzehn Jahre Führungs- und HR-Praxis in einem internationalen Industrieunternehmen. Schon im Design ging es im Kern um die Frage, wie Wirkung entsteht und welche Bedeutungen unbewusst transportiert werden, bevor sie bewusst wahrgenommen werden — eine Frage, die sich durch alle folgenden Stationen zieht. Frühere Stationen am Fraunhofer-Institut und in einem wissenschaftlichen Fachbuchverlag haben zusätzlich eine Nähe zur Forschung und zum wissenschaftlichen Denken geprägt, die bis heute in meiner Arbeit wirkt. Diese Breite ist kein Umweg, sondern Methode.
Was mich an Organisationen wirklich interessiert, steht selten im Organigramm. Es sind die unbewussten Dynamiken, die jede Organisation prägen — Ängste, Abwehrmechanismen, unausgesprochene Vorurteile, Emotionen, die nie offen benannt werden, aber das Handeln bestimmen. Diesen Blick habe ich in unterschiedlichen Rollen entwickelt — in der Markenkommunikation, im Talent- und Diversity-Management und heute im psychodynamischen Coaching.
Hinzu kommt eine langjährige Beschäftigung mit Internationalität und DEI: interkulturelle Dynamiken, strukturelle Ungleichheit und die Frage, wie Zugehörigkeit in Organisationen wirklich entsteht.
Ein aktueller Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Frage, wie künstliche Intelligenz und das Unbewusste zusammenwirken — was KI mit Menschen und Organisationen macht, und wie Handlungsfähigkeit und Menschlichkeit dabei erhalten bleiben. Im Zentrum steht weniger die Technologie selbst als das, was sie über Verhalten und Organisationen offenbart.
Design, HR und Psychodynamik haben mir gezeigt, dass Patentrezepte selten greifen. Im Design gilt „Form follows function“ — psychodynamisch ließe sich sagen: Verhalten folgt Bedeutung. Jede Organisation, jeder Mensch bringt eine eigene Geschichte mit, die sich nicht in ein Standardformat pressen lässt.
Im Wort „Dynamik" steckt Kraft, Bewegung, Antrieb — genau das beschäftigt mich an psychodynamischer Arbeit: das Kräftespiel hinter sichtbarem Verhalten, das oft erst verstanden werden muss, bevor sich etwas wirklich verändert. Über fünfzehn Jahre HR-Führung haben mir gezeigt: Reflexion ist dabei kein Umweg, sondern die eigentliche Arbeit.
Albert Bandura brachte es auf den Punkt: „Der Glaube der Menschen an ihre Fähigkeiten hat einen tiefgreifenden Einfluss auf diese Fähigkeiten." Das gilt für Einzelne genauso wie für Organisationen. Strukturen verändern sich nicht, ohne dass sich auch der Glaube der Menschen verändert, die sie tragen — und umgekehrt.
„Be an encourager. Always.“
Mein persönliches Motto, geprägt von einem Gedanken Zig Ziglars:
Wer andere ermutigt, wächst dabei selbst mit.
„Es ist das Gesetz aller organischen und anorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen Dinge, aller echten Manifestationen des Kopfes, des Herzens und der Seele, dass das Leben in seinem Ausdruck erkennbar ist, dass die Form immer der Funktion folgt.“Louis Sullivan, 1896
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